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Firmengeschichte

Das Innkraftwerk beeindrucken nicht nur mit ihrer Größe und der sichtbaren Beherrschung des Wassers, sondern sind auch zu Ausflugszielen für den Tourismus geworden.

Frühe Stromproduktion am Inn

Die Geschichte der Stromproduktion am Inn begann 1915 mit den Gebrüdern Giulini, die auf der Suche nach einem neuen Werkstandort in Süddeutschland waren.

Knapp ein Jahr später, am 16. Oktober 1916 reichte der Wasserbauingenieur Rudolf Schmick den Projektplan für ein Kanalkraftwerk in Töging ein; 1917 wurde mit der Gründung der „Innwerk, Bayerische Aluminium AG" der Grundstein für die Innkraftwerke gelegt.

Nach kriegsbedingten Verzögerungen und rund 5 Jahren Bauzeit ging das Kraftwerk am 22. Dezember 1924 offiziell in Betrieb.
Ein 20 km langer Werkskanal, ein Krafthaus mit 15 Francis-Turbinen mit je einem Generator und eine Gesamtleistung von 85.300kW machten Töging damals zum größten Kanalkraftwerk Mitteleuropas.

Das Wasserkraftwerk wurde gebaut, um eine direkt neben dem Kraftwerk geplante Aluminiumhütte mit Strom zu versorgen. Zum 1. Januar 1925 übernahmen die Vereinigte Aluminium-Werke die Aluminiumhütte, während das Kraftwerk Teil des Innwerks blieb.

Bis zur Einstellung der Aluminiumproduktion waren 7 der Generatoren Gleichstromgeneratoren, die direkt mit einem Ofenhaus der Hütte verbunden waren. Die anderen 8 Generatoren lieferten Drehstrom, der dann gleichgerichtet wurde. Nach der Einstellung der Aluminiumproduktion 1996 wurden 6 der Gleichstrommaschinen auf Drehstrom umgerüstet. Eine der Maschinen wurde stillgelegt. Seither werden nur noch 14 Turbinen verwendet und der Strom ins Hochspannungsnetz eingespeist.

Der Nachfolger der Innwerke, die E.ON Wasserkraft GmbH, verkaufte das Kraftwerk 2009 an die österreichische Verbund AG.

Bis heute ist Töging das einzige Ausleitungskraftwerk am Inn. Alle später errichteten Anlagen wurden als Buchten- oder Pfeilerkraftwerke ausgeführt.

Vom Betreiber ist geplant die Anlage umfassend zu erneuern. Dazu soll der Wasserstand des Innkanals erhöht werden und das bisherige Kraftwerk durch einen Neubau ersetzt werden. Dort sollen 3 Kaplan-Turbinen etwa 20-25 % mehr Strom gewinnen als bisher. Das denkmalgeschützte bisherige Kraftwerk würde dabei außer Betrieb genommen, soll jedoch erhalten bleiben.